Der Tag im Reisebüro – alles OK

Wir sind noch immer in Santa Cruz und gehen verschiedenen Beschäftigungen nach: Bummeln, Kaffee trinken, Tickets beschaffen oder die wunderbaren Konzerte des Festivals am Abend besuchen. Ja also – die Stimmung ist nicht schlecht, aber wir werden das Gefühl nicht los, dass wir doch alle lieber wieder zu Hause wären 😉

Immerhin, Gina vom Reisebüro „Santa Fe“, unser Kieler Reisebüro Fahrenkrog, die Festivalorganisation, Sabine, Ulrike und Hajo haben jetzt einen der berühmten B-Pläne realisiert. Danach werden wir am Montag, den 07.05. um 06:43 h Santa Cruz in Richtung Caracas mit Zwischenstopp in Lima verlassen (mit TACA International Airlines). Wir sind, wenn alles gut geht um 14:55 h in Caracas, wo wir dann hoffentlich um 17:45 h mit Lufthansa nach Frankfurt fliegen; Ankunft dort um ca. 10:00 h…

Wie verläuft so ein Tag, der uns an die harten Tage der ersten Messeinsätze in Südamerika anno 1984/85 erinnerte, wo die Behebung solcher und ähnlicher Katastrophen an der Tagesordnung waren?

09:35 h – das Taxi kommt und wir fahren ins Reisebüro.

10:10 h – Ankunft im Reisebüro. Gina ist mit Kunden beschäftigt „sientese, por favor“ (setzt Euch).

Gina - unsere Retterin im Reisebüro Santa Fe

10:25 h – Die Kunden gehen und wir beginnen ein fröhlichen Smaltalk, um unser Spanisch zu mehren. Gina klappert auf der Tastatur ihres PC herum, die Telefone um uns herum schrillen laut. „Algunos problemas“ (ein paar Probleme gibt es).

10:30 h – aha, das „Problema Chello“ ist identifiziert, Dank SMS aus Kiel (Frau Peters dort ist nicht in Kiel, aber für uns am Mobile …). Das Cello kann nicht identifiziert werden, also auch nicht rekonfirmiert werden. Pero todo bajo control (alles unter Kontrolle).

10:50 h – Keine Rekonfirmation fürs Cello, Wolfgang Hartmann ist 2x im System. TACA hat wenig Leute am Samstag im Büro aber viele Kunden: Sie gehen nicht ans Telefon. Puh, wir sollten mit „cash“ bezahlen und nun liegt eine Kreditkarte auf dem Tisch. Rückfragen bei TACA – OK, es geht…

11:00 h  – 7 der 14 Tickets liegen auf dem Tisch + Hajos Kreditkarte: muy bien!!! Aber keine Lösung fürs „Chello“; hahaha, eine Cello braucht nichts zu Essen… Wolfgang noch immer 2x im System. Löschen geht nicht, da es zwei verschiedene Systeme gibt. Also wird Claudia mit dem Auto losgeschickt, um das Problem in der TACA oficina direkt zu beheben.

11:15 h – Nein, es geht nicht anders: Gina, die Reisebürochefin wird mit uns Dreien direkt zu TACA fahren, um den Rest zu erledigen. „Santa Fe“ nimmt für jede Buchung 20 USD…

11:18 h – wir fahren los. Gina hat das Automatikauto noch nie selbst gefahren.

11:30 h – Ausstellen der Tickets. Noch immer wird an W. Hartmann und Sr. Bruns gearbeitet; un Chello, no me digas, como lo hace….

 Warten, warten im Stadtbüro von Taca - unserem neuen Carrier

11:33 h – Hajos Kreditkarte wird nicht angenommen; Anrufe bei der Gesellschaft, aha, ahora si (jetzt geht’s).

11:55 h – Habe die ersten 7 Tickets bezahlt, dann noch 3, dann ist der Kredit verspielt und Sabines Kreditkarte muss her – kein Problem

12:00 h – das Büro schließt offiziell, aber es kommen noch arme Kunden herein, die alle auf uns warten müssen. Puh, die müssen ganz schön böse sein. Man siehts ihnen aber nicht an.

12:20 h – weitere Tickets werden ausgestellt: wir haben jetzt 12 der begehrten Flugscheine. Wo wir Spanisch gelernt haben? Es folgt die übliche Geschichte: „Aha, no son musicos!“

12:31 h – Stefan und sein Cello sind an der richtigen Stelle im System; schon nach wenigen Minuten liegen die Tickets für beide auf dem Tisch. Sabine zahlt per Kreditkarte. Ulrikes Karte wird nicht benötigt: sie hat uns aber mit ihrer Anwesenheit sehr geholfen.

12:45 h – Ticket für Wolfgang wird fertig gemacht.

12:52 h- Wolfgangs Ticket verschwindet in meinem Rucksack.

13:00 h es wird eine Factura (Rechnung) ausgestellt; wie es so richtig zünftig ist, per Hand mit allen 15 Ticket Nummern.

13:10 h – ja, nun haben wir auch die Factura.

13:13 h- befreiendes Lachen auf allen Seiten, Gracias, muchas gracias, que le vaya bien …

13:17 h – Abfahrt direkt zum Museum, wo wir noch essen wollen. Gina macht das persönlich, damit wir Bolivien nicht in schlechter Erinnerung behalten. Sie hatte früher mal 5 Jahre bei British Airways gearbeitet – nun besitzt sie das Reisebüro und hat uns sehr geholfen.

 Getane Arbeit: Entspannter Spaziergang in der City (Ulrike, Dagmar, Hajo)  Der Übeltäter - nur in dieser Form zu ertragen  Versöhnlicher Blick aus dem Fenster

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2 Kommentare zu Der Tag im Reisebüro – alles OK

  1. Barbara sagt:

    Na, das hoert sich doch recht ordentlich an, so habt ihr nun noch einen Tag zum geniessen und ausruhen.

    herzliche Grüße von Barbara

  2. Negra sagt:

    Das finde ich aber witzig, Gina kennen wir seit fast 20 Jahren, sie arbeitete frueher in Anavin, unsere Reiseagentur, und wir sind auch die letzten Male mit Santa Fe geflogen, so klein ist Santa Cruz! Kommt gut nach Hause!
    Abrazos de
    Eloy y Negra

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